Wodurch unterscheiden sich die einzelnen Behandlungsmethoden?
Ärztliche Behandlung

Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um eine Warze handelt oder wenn eine Behandlung zu Hause nicht geholfen hat, sollten Sie einen Arzt befragen.
Kältetherapie/Vereisung: Bei der Kältetherapie oder Vereisung von Warzen wird die Warze mit Flüssigstickstoff bei -196°C vereist. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass bei dieser Behandlung die Warze sofort „abfällt“ bzw. entfernt ist. Dem ist nicht so. Die Vereisung baut die Haut langsam ab und es entsteht eine Blase um die Warze herum. Das abgestorbene Gewebe fällt dann innerhalb ca. einer Woche ab. Größere Warzen müssen unter Umständen im Abstand von ein paar Wochen wiederholt behandelt werden. Die Vereisung kann ein wenig unangenehm sein, ist aber eine der effektivsten Behandlungsmethoden gegen Warzen, die es gibt. Sie hinterlässt normalerweise keine Narben und die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Virus besteht nicht, daher gehört die Vereisung inzwischen zu den Standardbehandlungen bei Warzen.
Herausschneiden: Das Herausschneiden einer Warze ist ebenfalls eine erfolgreiche Methode zur Entfernung von Warzen. Das Prozedere kann allerdings ziemlich unangenehm sein und es dauert mehrere Wochen bis die Wunde komplett verheilt ist. Das Risiko einer erneuten Infektion oder Narbenbildung kann bei dieser Methode nicht ausgeschlossen werden.
Ausbrennen: Bei dieser Methode wird das Gewebe mit einem elektrischen Brenneisen zerstört. Diese Methode ist meistens erfolgreich, hinterlässt jedoch oft eine Narbe.
Behandlung mit dem Laser: Bei der Lasermethode wird das Gewebe durch einen äußerst intensiven Lichtstrahl zerstört. In den meisten Fällen wird die Behandlung unter (lokaler) Narkose vorgenommen. Diese Behandlung sollte in Betracht gezogen werden, wenn die Warze besonders großflächig ist. Die Laserbehandlung führt normalerweise nicht zu einer Narbenbildung. Die Wunde schmerzt einige Tage und es besteht ein geringes Risiko einer Infektion.
Auftragen von Cantharidin: Bei dieser besonders in den USA gängigen Behandlungsmethode wird ein Wirkstoff als Lack auf die Warze aufgetragen. Dabei kann ein leichtes Schmerzgefühl auftreten und die Warze bildet ca. 3-8 Stunden nach Auftragen eine Blase. Bei einem erneuten Arztbesuch kann dieser die abgestorbene Haut der Warze entfernen.
Nicht rezeptpflichtige Mittel aus der Apotheke

Salicylsäure: Es gibt in der Apotheke ein Reihe von Produkten mit Salicylsäure in Form von Gel, Lösungen, Pflaster und Lotionen. Salicylsäure löst den Zusammenhalt der Hornschicht auf der Warze. Die gelösten Hornzellen können dann abgezogen oder mit einem Bimsstein abgerubbelt werden. Andere chemische Wirkstoffe haben eine ähnliche Wirkweise. Bei der Anwendung von Salicylsäure besteht die Gefahr, dass gesunde Haut um die Warze herum geschädigt wird, daher muss man sehr vorsichtig damit umgehen. Um mit dieser Methode gute Ergebnisse zu erzielen, muss die Behandlung über mehrere Wochen (oder sogar Monate) täglich durchgeführt werden.
Kältetherapie/Vereisung mit Wartner: Eine bewährte Methode des Arztes ist nun auch aus der Apotheke für die Anwendung zu Hause erhältlich. Diese innovative Methode vereist gewöhnliche und Fußwarzen sicher und einfach mit nur einer Anwendung und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Seltener zum Einsatz kommende, frei verkäufliche Mittel sind zum Beispiel transparentes oder silbernes Haushalts-Klebeband, welches auf die Warze geklebt wird und diese sowie die umliegende Haut reizt, woraufhin vermutlich Warzenvernichtung durch starke Immunstimulierung einsetzt, sowie die Verwendung eines Silbernitratstifts, der Warzen ebenfalls ausätzt.
